Schreiben zum Jahreswechsel 2026/2027: Impulse für dein Journaling zwischen den Jahren
Aktualisiert: 27.10.2026
Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar ist für viele Menschen eine ganz besondere. Nach der geschäftigen Vorweihnachtszeit und dem größten Fest des Jahres kehrt wieder mehr Ruhe ein und es herrscht in vielen Familien eine ganz besondere Stimmung.
„Schon wieder ein Jahr vergangen“, denkst du vielleicht und blickst zurück auf alles, was du in den letzten 12 Monaten erlebt hast. Gleichzeitig wartet ein neues Jahr auf dich – leere Seiten im Buch deines Lebens, die von dir beschrieben werden wollen.
In dieser Spannung aus Rückblick, Verabschieden, Loslassen und Neustart, Vorfreude und Gestaltungslust befinden wir uns zum Jahreswechsel. In diesem Artikel mag ich einige Gedanken zu dieser besonderen Zeit im Jahr mit dir teilen und dir ganz konkrete Schreibimpulse mitgeben, mit denen du auf das vergangene Jahr zurückblicken und das neue willkommen heißen kannst.
Die Rauhnächte – besondere Zeit zwischen den Jahren
Vielleicht hast du im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel schon einmal von den Rauhnächten gehört. Sie umfassen (je nach Zählweise) die Spanne vom 21. oder 24. Dezember bis zum 6. Januar und gelten als besonders magische Zeit. Man sagt, dass wir in dieser Zeit besonders offen sind für Botschaften und Zeichen. Deshalb eignen sich diese Tage und Nächte sehr gut, um zu meditieren, mit Kartensets zu orakeln oder zu schreiben.
Egal, ob du mit diesen alten Überlieferungen etwas anfangen kannst oder nicht: Den Jahreswechsel für Stille, Rückzug und Reflexion zu nutzen, kann etwas sehr Kraftvolles sein. Wir Menschen sind zyklische Wesen und wenn du die Natur liebst und mit ihrem Rhythmus gehst, dann bemerkst du sicher die Veränderungen, die dunkle Jahreszeit mit sich bringt.
Während wir im Sommer mehr nach außen gerichtet sind, laden uns Herbst und Winter dazu ein, nach innen zu schauen. Journaling ist eine wunderbare Möglichkeit, mit uns selbst in Kontakt zu kommen und Klarheit darüber zu finden, was unser Leben gerade ausmacht, was hinter uns liegt und was wir uns für die Zukunft wünschen.
Dabei ist es nicht wichtig, ob du das ganze Jahr über regelmäßig geschrieben hast oder erst zum Jahreswechsel zu Tagebuch oder Journal und Stift greifst. Die folgenden Anregungen kannst du ohne Vorkenntnisse nutzen und dir einfach diejenigen herauspicken, die dich ansprechen und dir sinnvoll erscheinen.
Schreiben zum Jahreswechsel: In 3 Schritten auf dein Leben schauen
In Schwellenzeiten wie dem Jahreswechsel kann es sinnvoll sein, in 3 Schritten auf das zu schauen, was ist. Deshalb sind die folgenden Schreibimpulse entsprechend gegliedert. Als Erstes geht es darum, das alte Jahr zu einem guten Abschluss zu bringen und die Gefühle die damit einhergehen zu sortieren und im besten Falle anzunehmen. Danach richtest du den Blick auf den aktuellen Ist-Zustand. Ich nenne das gerne „Adlerperspektive“, weil es so ist, als würdest du schreibend mit gezückter Feder über deinem Leben kreisen und betrachten, was ist. Im letzten Schreibschritt darfst du dir die Zeit nehmen, nach vorne zu blicken und schreibend zu erforschen, was das neue Jahr dir bringen soll.
Ich empfehle dir, die drei Schritte an drei verschiedenen Tagen zu durchlaufen. Nimm dir jeweils mindestens 30 Minuten Zeit, ziehe dich an einen Ort zurück, an dem du nicht gestört wirst, und schreibe intuitiv auf, welche Antworten aus deinem Inneren zu den jeweiligen Impulsfragen aufsteigen.
Denke daran, dass es nicht darum geht, etwas Bestimmtes zu erreichen. Journaling ist keine Aufgabe, die es mit Bravour zu bestehen gibt, sondern eine Möglichkeit, dir eine wertvolle Zeit zu schenken und deinen Jahreswechsel dadurch bewusster zu gestalten.
Bist du bereit für diese kleine Schreibreise zum Jahreswechsel?
Journaling-Impulse für einen versöhnlichen Jahresrückblick
Wenn du schon einige Jahre auf diesem Planeten wandelst, hast du sicher schon erfahren, dass kein Jahr nur aus eitel Sonnenschein besteht. Es gibt sie immer: die dunklen Momente, Herausforderungen und schweren Zeiten. In „Positiv-Thinking-Kreisen“ hört man gerne den Ratschlag, sich auf das Positive zu fokussieren und dadurch glücklicher und dankbarer zu sein.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch die Schatten in meinem Leben wichtig sind. Weil sie mich (vielleicht mehr als alles andere) zu dem Menschen gemacht haben, der ich bin. Jede Schwierigkeit, die ich gemeistert habe, jeder Stolperstein, der mich zu Fall gebracht hat, und jeder Prozess, den ich durchlaufen habe, war wichtig. Deshalb macht es für mich keinen Sinn, die Erinnerung an diese Tiefpunkte aus meinem Jahresrückblick zu streichen.
Dir die dunklen Seiten deines Jahres noch einmal bewusst zu machen, kann dir helfen, dich mit ihnen zu versöhnen. Die Erinnerungen aufs Papier zu bringen und deine Gefühle dabei zu beobachten, kann erleichternd und befreiend sein. Denn auch Wut, Schmerz, Ohnmacht oder Verlust wollen gefühlt werden. Sie sind menschliche Erfahrungen und verschwinden nicht einfach dadurch, dass du sie ausblendest.
Dein Journaling-Jahresrückblick: 6 Fragen zu den dunklen Momenten des Jahres
Worte für die dunklen Momente des Jahres zu finden, kann heilsam sein und dir helfen, dein Jahr in Annahme und innerem Frieden abzuschließen. Stelle dir den Timer deines Handys gerne auf 10-15 Minuten und schreibe intuitiv, was dir zu den folgenden Fragen einfällt.
- Was ist dir in diesem Jahr nicht geglückt?
- Was hast du 2026 verloren?
- Was macht dich traurig?
- Wofür schämst du dich?
- Was war in diesem Jahr dein größter Schmerz?
- Wo fühltest du dich ohnmächtig und hilflos?
Wut, Schmerz, Scham, Trauer, Ohnmacht und Hilflosigkeit sind starke Gefühle, die uns auch lähmen können. Mir hilft das Schreiben, sie besser anzunehmen. Wenn sie schwarz auf weiß auf dem Papier stehen, verlieren sie ihren Schrecken und ich gewinne Abstand.
Ich wünsche dir, dass du dem Schreiben über die Schattenseiten etwas Gutes abgewinnen konntest. Sorge gut für dich und schau, was du noch brauchst, um die schmerzlichen Erfahrungen, die du in diesem Jahr gemacht hast, zu integrieren. Ein Loslass-Ritual oder das Gespräch mit einer vertrauten Person können helfen. Manchmal braucht es auch professionelle Unterstützung, um schwere Schicksalsschläge zu verarbeiten und gestärkt weiterzugehen.
Schreibender Rückblick auf die Sternstunden deines Jahres
In einem Punkt haben die „Positiv-thinking-Menschen“ recht: Menschen neigen dazu, sich mehr an die schwierigen Momente und Herausforderungen zu erinnern als an das Schöne. Deshalb lohnt es sich, dass wir uns auch vor Augen führen, was in diesem Jahr gelungen ist.
Es tut gut, die Erinnerungen an erreichte Ziele, freudvolle Momente und tiefgreifende Aha-Erlebnisse festzuhalten und damit noch einmal zu würdigen. Nicht immer sind die sichtbaren, großen Schritte die wichtigsten. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die rückblickend eine große Bedeutung für unser Leben haben und an die wir uns noch in vielen Jahren erinnern werden.
Welche Weichen hast du in diesem Jahr gestellt? Welche Menschen waren an deiner Seite? Welche Begegnungen haben dein Leben freudvoller oder tiefer gemacht? An welchen Orten hast du dich richtig, angekommen und zuhause gefühlt? Was waren die absoluten Highlights dieses Kalenderjahres für dich?
Ein Blick in deinen Jahresplaner hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Oft fallen uns beim Blättern durch die vergangenen Monate Begebenheiten ein, die wir nicht mehr auf dem Schirm hatten. Doch es geht nicht darum, jeden einzelnen Lichtblick aufzuschreiben, der in diesem Jahr wichtig war. Vielmehr geht es um ein Gefühl der Fülle und Dankbarkeit, das sich einstellt, wenn wir uns die Highlights der letzten Monate noch einmal in aller Ruhe bewusst machen.
Dein Journaling-Jahresrückblick: eine Liste deiner hellen Momente
Nimm dir 10-15 Minuten Zeit, dich mit den hellen Seiten dieses Jahres zu beschäftigen. Erstelle eine Liste und schreibe stichwortartig. Stell dir vor, dass jeder Stichpunkt wie ein Stern ist, der zum Jahresende über dem von dir gelebten Leben leuchtet.
Folgende Fragen können beim Erstellen deiner „Sternstunden-Liste“ hilfreich sein:
- Welche Ziele und Meilensteine hast du in diesem Jahr erreicht?
- Welche Träume gingen in Erfüllung?
- Welche Menschen haben dein Leben heller gemacht?
- Welche wichtigen Erkenntnisse hast du dieses Jahr gewonnen?
- Welche Momente waren voller Kribbeln, Lebensfreude und Konfetti?
Projekt „Schreiben zum Jahreswechsel“: So bringst du den Rückblick zu einem guten Ende
Du hast dir Zeit genommen, auf dein Jahr zurückzublicken und sowohl die dunklen als auch die hellen Seiten zu betrachten. Beides gehört zu unserem Leben und hat seine Daseinsberechtigung. Wie die zwei Seiten einer Medaille wird auch dein Jahresrückblick nur dann vollständig, wenn du dir erlaubst, in beide Welten einzutauchen: die Highlights und die Lowlights.
Um diesen ersten Schritt abzuschließen, empfehle ich dir eine kleine Ernte. Das bedeutet im Journaling, dass du eine Art Fazit oder Resümee ziehst und schaust, mit welchem Grundgefühl du das vergangene Jahr verabschiedest.
Vielleicht hast du beim Schreiben schon bemerkt, dass bestimmte Themen in diesem Jahr im Vordergrund standen. Manchmal wird uns beim Erinnern und In-Worte-Fassen plötzlich klar: „Wow, in diesem Jahr ging es bei mir ganz viel um Beziehungen.“ Genauso kann es bei dir um andere Themen gegangen sein. Vielleicht um Selbstliebe, Neuanfang oder beruflichen Erfolg. Vielleicht um Gesundheit, Elternschaft oder Selbstausdruck. Die Möglichkeiten sind endlos. Und es gibt kein Richtig oder Falsch.
Schreibend die Ernte der letzen 12 Monate einfahren
Nimm dir jetzt einen Moment Zeit, um eine kleine Ernte für das vergangene Jahr zu schreiben. Frage dich, was die Essenz dieses Jahres ist. Wenn du deiner besten Freundin in nur 3 Sätzen berichten solltest, wie dieses Jahr war, was würdest du ihr sagen?
- Was ich ernte: Mein Jahr 2026 in nur 3 Sätzen
Wenn du Schreibherausforderungen liebst, versuche gerne, dein Jahr 2026 in nur 3 Worten oder (ganz mutig) in einem einzigen zu verewigen. Unter welcher Überschrift könnte das Kapitel „Jahr 2026“ in deinem Lebensbuch stehen?
- Für mich steht 2026 für (Wort 1), (Wort 2) und (Wort 3)
- Die Kapitelüberschrift im Buch meines Lebens müsste lauten: (1 Wort)
Adlerperspektive zum Jahreswechsel: Mit der Feder in der Hand auf dein Leben schauen
Im ersten Teil hast du zurückgeschaut, im letzten schaust du nach vorne. Doch zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt dieser magische, einzigartige, viel beschriebene Zustand des „Hier und Jetzt“.
Ganze Bücher wurden dazu gefüllt und bei allem Zurückblicken und Manifestieren ist es doch ein wenig seltsam, dass wir Menschen das Wichtigste gerne vergessen. Nämlich das, was hier und heute direkt vor unserer Nase liegt.
Wenn du auf dein Jahr zurückgeblickt hast, weißt du jetzt genau, wo du herkommst. Du hast dir schreibend noch einmal vor Augen geführt, welche Erfahrungen in den vergangenen Monaten in deinen Lebensrucksack gewandert sind. Diesen kannst du am 1. Januar nicht einfach absetzen.
Wir werden nicht zu einem neuen Menschen, nur weil ein neues Kalenderjahr beginnt. All die Themen, Prozesse, Träume und Gefühle, die wir gerade in uns tragen, nehmen wir mit über die Schwelle. Deshalb lohnt es sich, dir einen Moment Zeit für diesen Ist-Zustand zu nehmen und schreibend zu erforschen, was aktuell in deinem Leben präsent ist.
Schreiben zum Jahreswechsel: Wie geht es dir gerade in diesen 5 wichtigen Lebensbereichen?
Nimm dir für jeden der folgenden Lebensbereiche 5 Minuten Zeit. Bewerte auf einer Skala von 1 bis 10, wie zufrieden du gerade damit bist: 1 steht für komplette Unzufriedenheit, 10 für höchste Zufriedenheit. Fasse dann in Worte, wie es um diesen Bereich steht und was dir dazu einfällt.
- Gesundheit und Wohlbefinden – dazu zählen körperliche und seelische Gesundheit, Schlaf, Bewegung, Zeit für Ruhe, Erholung und Selbstfürsorge, dein Energielevel und wie wohl du dich insgesamt in deiner Haut fühlst
- Berufung und Erfolge – dazu zählen der berufliche Erfolg und deine Arbeit, aber auch Leistungen, Engagement und das Gefühl, in einem Ehrenamt oder in Hobbys, in denen du dich austobst, etwas zu bewirken
- Beziehungen und Gemeinschaft – dazu zählen Partnerschaft und Liebe, aber auch deine Freundschaften und familiären Beziehungen, also dein Netz an zwischenmenschlichen Verbindungen
- Persönliche Entwicklung und Sinn – dazu zählt, was deinem Leben Freude und Tiefe gibt, deine Werte und Ausrichtung, aber auch Leichtigkeit, Kreativität und das, was dich lebendig macht; Glaube, Religion und Spiritualität fallen ebenfalls in diesen Lebensbereich
- Sicherheit und Finanzen – dazu zählen Geldthemen und deine finanzielle Sicherheit, aber auch dein Wohnumfeld und wie aufgehoben und geborgen du dich an dem Ort fühlst, an dem du lebst
Auch am Ende dieser Schreibeinheit lohnt sich eine kleine Ernte. Nimm dir dafür noch einmal 5 Minuten Zeit und schreibe ein kleines Fazit. Was nimmst du aus deinem Journaling mit? In welchen Lebensbereichen läuft es rund? Wo bist du im Moment unzufrieden und worauf könntest du 2027 deinen Fokus richten? Schreibe 3-4 Sätze, die deine Haupteinsichten auf den Punkt bringen.
Happy New Journaling! Neues Jahr voraus
Yippie, jetzt kommt der Teil, den viele Menschen wohl am meisten mögen. Warum? Weil es wunderschön ist, sich die eigene Zukunft in den buntesten Farben auszumalen. Wünschen, Träumen, Manifestieren – wer bitte schön macht das nicht gerne?
Ich jedenfalls liebe es, mir beim Schreiben zum Jahreswechsel darüber klar zu werden, was ich im kommenden Jahr erleben möchte. Was will ich lernen? Welche Erfahrungen machen? In welchem Lebensbereich vorankommen?
Beim Manifestieren zum Jahresstart denken wir schnell an Hochglanz-Collagen, die wir erstellen, um unsere Träume zu visualisieren. Und ja, auch ich erschaffe gerne Collagen – das Auswählen, Schnippeln und Aufkleben des tollsten 2027, das ich mir nur vorstellen kann, macht mega Freude.
Doch wissen wir alle, dass das Universum uns nicht einfach schickt, was wir auf einen Pappkarton geklebt haben, sondern dass es vielmehr darum geht, die Verantwortung als Gestalter und Gestalterinnen unseres Lebens anzunehmen. Dass wir uns bewusst machen, welche Werte uns wichtig sind und worauf es uns wirklich ankommt, in diesem verrückten Leben.
Beim Schreiben geht es deshalb darum, hineinzuspüren, was eine sinnvolle Fortsetzung in deinem Buch des Lebens wäre. Wie darf deine Geschichte im nächsten Jahr weitergeschrieben werden?
Deine Ausrichtung auf ein erfülltes und sinnvolles 2027
Im vorigen Schritt hast du dein Leben mit Abstand betrachtet und aus der Adlerperspektive auf 5 wichtige Lebensbereiche geschaut. Dieser Ist-Zustand kann dir als wunderbarer Ausgangspunkt dafür dienen, zu entscheiden, wie das Jahr, das jetzt vor dir liegt, gestaltet werden möchte.
Es kann ein Ziel sein, das Gute, das du aktuell in deinem Leben hast, zu erhalten. Etwa eine erfüllende Arbeit, gelingende Beziehungen und sinnstiftende Tätigkeiten. Wie kannst du dazu beitragen, die Lebensbereiche, in denen es bei dir gerade rund läuft, gut zu pflegen?
In anderen Bereichen hast du vielleicht festgestellt, dass es gerade eher holpert. Dass du vor Herausforderungen stehst, die du noch nicht gelöst hast. Was bräuchte es im neuen Jahr, um diese Hürden zu überwinden? Welche Menschen könnten dich unterstützen? Was könntest du tun, um diesen Lebensbereich zum Positiven zu verändern?
Wer bist du am Ende dieses neuen Jahres?
Für diesen letzten Schreibimpuls beamst du dich eine Runde in die Zukunft. Stell dir vor, du hättest magische Fähigkeiten und könntest genau ein Jahr vorausschauen. Was siehst du?
Versuche, dir dein Leben so genau wie möglich vorzustellen und wandere dabei gedanklich durch die verschiedenen Lebensbereiche. Wie steht es um deine Gesundheit, deine Beziehungen, die Arbeit oder deine persönliche Entwicklung am Ende des Jahres? Schreibe nun einen Brief an einen vertrauten Menschen und tu dabei so, als würdest du ihm von deinem Leben erzählen. Von deinem Leben in genau einem Jahr.
Du schreibst also so, als hättest du 2027 schon gelebt und würdest einer anderen Person rückblickend davon erzählen. Auch hier gilt: Ein solcher Brief kann niemals vollständig sein. Konzentriere dich auf einzelne Aspekte, die dir wichtig erscheinen. Schreibe frei von der Leber weg und hab Spaß am Briefeschreiben.
Einen Zukunftsbrief schreiben zum Jahreswechsel
Nimm dir etwa 30 Minuten Zeit für deinen Brief. Überlege dir, an welche Person du ihn schreiben könntest, und stell dir vor, dass du wirklich aus der Zukunft schreibst. Also als die Person, die du in genau einem Jahr bist.
Als Inspiration für deinen Brief können die folgenden Fragen dienen:
- Wo sitzt du, während du den Brief schreibst?
- Wie geht es dir gesundheitlich – wie fühlst du dich körperlich und seelisch?
- Auf welche großen Ereignisse schaust du zurück?
- Welche Menschen waren rückblickend wichtig?
- Welche schwierigen Momente hast du gemeistert?
- Was macht dich dankbar?
Berichte aus deinem Leben, so lebendig, wie du einen echten Brief schreiben würdest, und hej, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es ist wie ein Spiel, diesen Brief aus der Zukunft zu schreiben.
Packe deinen Brief nach dem Schreiben in einen Umschlag. Nimm das aktuelle Datum und zähl ein Jahr hinzu: Das ist der Tag, an dem du den Brief wieder zur Hand nehmen und lesen wirst. Verwahre ihn an einem sicheren Ort (zum Beispiel in deinem Tagebuch oder Journal) und mach dir am besten eine Erinnerungsnotiz in deinen Kalender, damit du ihn nicht vergißt.
Schreiben zum Jahreswechsel: Mein Schreibangebot „Zwischen den Jahren“
Manchmal ist es nicht so leicht, sich im Familientrubel die Zeit für das eigene Schreiben zu nehmen. Vielleicht stehen Besuche bei der Verwandtschaft an oder andere Aktivitäten, die deine Aufmerksamkeit fordern und dich vom Schreiben ablenken.
Ich möchte dich ermutigen, dir deine Schreibinseln dennoch einzuplanen und dabei nicht den Anspruch auf Perfektion oder Vollständigkeit zu haben. Zehn Minuten zu schreiben, ist immer noch besser, als es nicht zu tun. Ich hoffe, ich konnte dich motivieren und inspirieren, dein Journal zum Jahreswechsel zur Hand zu nehmen und zu schreiben.
Wenn du dir gute Gesellschaft, Motivation und tägliche Schreibimpulse für die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar wünschst, lade ich dich herzlich zu „Zwischen den Jahren“ ein.
Dort schreiben wir uns gemeinsam durch den Jahreswechsel und gehen genau diese Schritte: Wir verabschieden das alte Jahr, schauen auf den Ist-Zustand in unserem Leben und richten uns auf 2027 aus. Es gibt einen einfachen, täglichen Schreibimpuls, der dich zu Selbstreflexion und Besinnung einlädt.
Nur 15 Minuten tägliches Schreiben, das die Zeit zwischen den Jahren besonders und wertvoll macht, weil du dir den Raum nimmst, dein Leben aktiv zu gestalten.
Das alles in gemütlicher, wohlwollender Atmosphäre, in einer kleinen Gruppe aus Gleichgesinnten, die dich motiviert und mitträgt, inklusive (virtuellem) Zimtduft, Kaminfeuer und ein wenig Rauhnachtsmagie.
Alle Informationen zu „Zwischen den Jahren“ und die Möglichkeit, dich anzumelden, findest du hier:
Ich wünsche dir von Herzen einen guten Jahresrückblick und ein glückliches und erfülltes neues Jahr. Ein Jahr, in dem du immer wieder Zeit findest, um zu schreiben.
Weil Schreiben der Seele guttut.
Simone
Ich bin Simone Vogel
Die Zeit zwischen den Jahren ist für mich eine der schönsten des Jahres. Ich liebe es, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und die Schätze zu sammeln. Mich schreibend auf das Kommende vorzubereiten und auszurichten, schenkt mir innere Klarheit und lässt mich zuversichtlich nach vorne schauen.
Journaling das ganze Jahr hindurch zu nutzen, macht mein Leben reicher. Um auch anderen Menschen dieses Glücksgefühl, das sich durchs regelmäßige Schreiben einstellt, zu ermöglichen, teile ich meine Schreibideen gerne. Hier auf meinem Blog, in meiner kostenlosen Schreib-Community „Schreiben für die Seele“ oder im Schreibraum „Zwischen den Jahren“, in dem wir zum Jahreswechsel gemeinsam schreiben.

