5 gute Gründe, einer Schreib-Community beizutreten (wenn du gerne schreibst!)
Aktualisiert: 18.09.2026
Das Prinzip von Communitys ist einfach: Menschen, die eine Sache lieben, gründen einen Raum, in dem sie sich darüber austauschen können.
Als Frau, die das Schreiben liebt, war ich schon als junge Erwachsene in Schreibforen unterwegs und habe auch mega gerne Schreibzirkel vor Ort besucht. (Also so richtig im „Real Life“ mit Menschen, die sich noch echt an einem Tisch gegenüber sitzen und so.)
Dieser Artikel ist eine Ode an Schreib-Communitys, denn mir fallen mindestens 5 gute Gründe ein, warum du dich als schreibender Mensch mit anderen Menschen zusammen tun solltest, die auch gerne schreiben.
Grund Nr. 1 Schreiben ist einsam
Ich wollte jetzt nicht „macht einsam“ schreiben, denn das wäre sicher zu hart. Und doch glaube ich, dass Schreiben eine sehr einsame Tätigkeit sein kann, in der man sich in sich selbst zurückzieht.
Beim Schreiben kocht jeder sein eigenes Süppchen.
Egal, ob du an einem größeren Schreibprojekt arbeitest, wie an einem Buch, oder Schreiben einfach so für dich nutzt als Selbstausdruck, kreative Spielwiese oder Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung, Fakt ist: Schreiben ist eine ziemlich einsame Angelegenheit.
Du sitzt morgens alleine am Tisch und füllst deine Morgenseiten. Du starrst auf dein leeres Word-Dokument und grübelst über deinem nächsten Kapitel. Du hast ein geniales Gedicht geschrieben, doch es schlummert unbeachtet von der Welt zwischen den Seiten deines Journals.
Raus aus dem stillen Kämmerlein, rein in eine Schreib-Community
In einer Gruppe von Gleichgesinnten hebst du den Kopf vom Papier und merkst staunend: „Da sind ja auch noch andere, die regelmäßig in die Tasten hauen oder den Stift schwingen!“ Du bist mit deinen Worten und Gedanken, den Irrwegen und Ideen, deinen Gedichten und Wortwundern nicht allein.
Und auch wenn das Schreiben an sich immer eine Tätigkeit sein wird, die auch Rückzug, Innenschau und Allein-Sein verlangt, tut es doch gut, sich hin und wieder mit anderen Schreiberlingen auszutauschen.
Und hier komme ich zum nächsten Punkt, warum ein Schreibraum eine feine Sache sein kann.
Grund Nr. 2: Resonanz tut gut
Wenn du dein Gedicht nie vorliest, wirst du nie erfahren, wie sehr es berührt. Wenn die Charaktere deiner Story nur in deinem Kopf miteinander sprechen, findest du nicht heraus, ob deine Dialoge Sinn ergeben. Wenn du dich schreibend deinem Leben widmest und dich nicht mit anderen darüber austauschst, drehst du dich (vielleicht) im Kreis.
Ja, bestimmt gibt es Menschen, die wirklich nur für sich schreiben. Die ihrem Tagebuch oder Journal alles Mögliche (und das Unmögliche) anvertrauen und damit glücklich sind. Das kann sein und je nach Lebensphase braucht es vielleicht auch mehr Innenschau als Verbindung, Gemeinschaft und Orientierung ins Außen.
Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Austausch über das Geschriebene ganz viel bewegt. Dass es bereichert, wenn ich erfahre, was meine Worte bei dir auslösen. Dass da etwas in einem anderen Menschen mit dem in Resonanz geht, was ich geschrieben habe. Dass wir bei allen Unterschieden doch ähnliche Erfahrungen machen und es verbindet, wenn wir uns gegenseitig daran teilhaben lassen.
Wenn ein Schreibraum zum Resonanzraum wird
Menschen sind Herdentiere und die Herde einer Schreibnudel ist eine Schreib-Community. Hier darf sie sein, teilt sich mit, drückt sich aus. Hier wird die gezauberte Wortmagie zu dem, was den Nährboden für Austausch schafft.
Ich lese was du erlebt hast und fühle mit – dadurch entsteht Verbindung.
Du spiegelst mir ein Gefühl und ich staune über die Art, wie du es in Worte fasst. Schreibend erfahren wir uns als Menschen und sehen uns gegenseitig durch unsere Wortwerke hindurch. Wo eine solche Gemeinschaft in einem Schreibraum entsteht, kommt der nächste Grund zum Tragen, der die Teilnahme zur Bereicherung werden lässt.
Grund Nr. 3: Gemeinsam wachsen
Ein Austausch in einer Schreib-Community kann nicht spurlos an dir vorübergehen. Du lebst mit den Geschichten, verbindest dich mit den Menschen, schaust aus neuen Perspektiven auf dich und dein eigenes Schreiben.
Jeder Text, der in einer Schreibgruppe online veröffentlicht wird, ist ein kleines Pflänzchen. Die einen pflanzen eine Primel, die anderen einen Apfelbaum. Indem wir uns über das Schreiben austauschen, füllen wir unseren Erfahrungskorb mit all den Schätzen, die der Austausch bereithält.
In Schreibräumen, in denen Journaling genutzt wird, ist gemeinsames Wachstum vorprogrammiert.
Denn dort, wo wir schreibend mit uns in Kontakt kommen, geht es immer um unsere Wurzeln und um unser Mensch-Sein. Ja, hierfür braucht es auch einen geschützten Raum, der verantwortungsvoll getragen und gehalten wird.
Geht so was wirklich in einer Schreibgruppe online?
Ich habe früher oft und gerne Schreibzirkel vor Ort besucht.
Doch durch die Auswanderung nach Dänemark und eine fremde Sprache (in der ich nicht denke und schreibe) besteht diese Möglichkeit nicht mehr. Weil das gemeinsame Schreiben mir so viel Freude macht, habe ich Ende 2024 die Schreib-Community „Schreiben für die Seele“ gegründet – und zwar online.
Vielleicht bin ich voreingenommen, wenn ich sage: Ja. Ein wertschätzender, respektvoller Austausch, der achtsam stattfindet und die Beteiligten wachsen lässt, ist möglich!
Das Online-Format hat sogar sehr viele Vorteile, denn du kannst dich jederzeit von überall auf der Welt einloggen und mitschreiben. Unkomplizierter kannst du keine eigene Herde finden! Vor allem in regelmäßigen Live-Formaten, in denen gemeinsam geschrieben und im Anschluss ausgetauscht wird, findet gemeinsames Wachstum statt.
Dabei ist nicht jedes aufgegriffene Thema für jedermann und jede Frau lebensverändernd. Doch regelmäßig einen gezielten „Check-in“ bei sich selbst zu machen, ist ein wundervolles Werkzeug, um das eigene Leben bewusst zu gestalten. Das geht ja im trubeligen Alltag auch schnell mal unter, weshalb Grund 4 ein weiteres Plus für eine Schreibgruppe ist.
Grund Nr. 4: Wer liest, der schreibt!
„Ich schreibe eigentlich gerne, aber ich finde die Zeit gerade nicht.“
„Ich finde gerade nicht so richtig zurück in meinen regelmäßigen Schreibmodus.“
„Mir fehlt es an Ideen, manchmal weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll.“
Solche Sätze begegnen mir immer wieder. Von Menschen, die eigentlich gerne schreiben wollen und doch steht der Stift still – weil sie die Zeit nicht finden.
„Das Wörtchen eigentlich macht alles kaputt“, singen die Alten Bekannten (das ist eine A-cappella-Band, die mein jüngster Sohn verehrt) und da ist was dran. Denn „eigentlich“ heißt, dass ich es nicht tue und mit dem Schreiben ist es ein bisschen wie mit dem Sport: Wir wissen, dass es uns eigentlich gut tut!
Also warum machen wir es nicht?
Du willst „eigentlich“ schreiben? Community ist dein Stichwort!
Für alle, die eigentlich (mehr) schreiben wollen, ist eine Schreibcommunity die Lösung.
Warum? Weil du ans Schreiben erinnert wirst. Du bekommst Benachrichtigungen, siehst neue Beiträge, liest dich durch die Posts der anderen Schreiberlinge und das führt wenigstens dazu, dass du auch dein eigenes Schreiben auf dem Schirm hast.
Im besten Falle spitzt du schon mal deinen Bleistift.
In meiner Schreib-Community gibt es immer wieder auch kleinere Schreibimpulse und lustige Wortspielereien, die dazu einladen, ein bisschen kreativ zu sein, ohne dass du gleich einen ganzen Roman zaubern musst.
Warum nicht reinschnuppern und mitschreiben? Lesen und gelesen werden? Feststellen, dass die Zeit zum Schreiben nicht am Ende des Tages irgendwie übrig bleibt – sondern dass du sie dir nehmen darfst. Weil Schreiben der Seele gut tut.
Last but not least Grund Nr. 5 für eine Schreib-Community:
Grund Nr. 5: Neue Impulse, mehr Schreibflow
Einsamkeit, Betriebsblindheit, Rühren in der eigenen Wortsuppe – ganz ehrlich, ich kann es auch verstehen, wenn Menschen den Stift niederlegen oder nicht mehr in die Tasten hauen. Das Leben kommt immer dazwischen!
Auch „die Angst vor dem leeren Blatt“ ist unter Schreiberlingen ein bekanntes Phänomen und in diesem Kontext vielleicht etwas hoch gegriffen. Denn wenn du gerne Tagebuch schreibst oder Journaling liebst bzw. ab und zu ein kleines Gedicht schreibst, solltest du aus Angst vor dem weißen Blatt nicht verzweifeln.
Ich kenne das Gefühl, gerade nicht zu wissen, über was ich schreiben soll, obwohl ich eigentlich (Ups, da ist es schon wieder!) gerne schreiben möchte. Inzwischen habe ich so viele Tools und Techniken, dass diese Zeiten zum Glück vorbei sind. Doch ich weiß, wie es sich anfühlt. Und wenn das Hirn leer ist und du nicht weißt, wie du starten sollst, stellt sich natürlich auch kein Schreibflow ein und es ist leichter, 97 andere Dinge zu tun, anstatt zu schreiben.
Eine Schreibgruppe bringt den Flow wieder in Schwung
In einer Schreib-Community wird im besten Fall Farbe in dein tägliches Schreiben gebracht.
Du kannst Fragen stellen, die Texte anderer Schreiberlinge lesen oder die aktuellen Beiträge nach Impulsen durchstöbern. Das lässt dein Schreibherz höher schlagen und die Tage, an denen du nicht weißt, was du schreiben sollst, gehören der Vergangenheit an.
In manchen Schreibgruppen gibt es regelmäßig Themenvorschläge, Journaling-Impulse oder Anleitungen für Schreibideen, die du dann für dich lösen kannst. Manchmal gibt es Wochen- oder Monatsthemen und Challenges – je nach Ausrichtung des Forums und inhaltlichem Schwerpunkt.
Schreiben für die Seele, deine Schreibgruppe online
Wenn du (eigentlich) gerne schreibst und diese 5 Gründe dich überzeugt haben, möchte ich dich ganz herzlich in meine Online-Schreibcommunity „Schreiben für die Seele“ einladen.
Sie findet auf der Community-Plattform Skool statt und in ihr tummeln sich Menschen, die gerne zu Stift und Papier greifen, um ein bisschen Wortmagie zu zaubern oder ihre Gedanken zu sortieren, um Klarheit zu finden.
Die Teilnahme an der Community ist kostenlos. Du kannst einfach reinhüpfen, dich umschauen, stöbern, mitlesen und bleiben, wenn es dir gefällt. Falls du noch nicht auf Skool bist, musst du dir vorab ganz kurz ein eigenes Profil anlegen, damit ich deine Mitgliedsanfrage annehmen kann.
Sehe ich dich in „Schreiben für die Seele“?
Schön wär’s!
Ich bin Simone Vogel
Schreiben gehörte schon immer zu meinem Leben und ich liebe es. Weil ich auf einen Schreibzirkel auch in der Ferne (ich bin von Süddeutschland nach Dänemark ausgewandert) nicht verzichten wollte, habe ich kurzerhand online meine eigene Schreib-Community gegründet.
Ich mag das Glücksgefühl, das sich nach dem Schreiben einstellt! Und ich staune immer wieder über die Aha-Momente, die das Schreiben mir beschert. Wenn Menschen in meinem Schreibraum sich mit eigenen Texten und Gedichten zeigen, finde ich das immer wieder berührend.
Einmal im Monat gebe ich einen Live-Abend, der online stattfindet und in dem wir gemeinsam schreiben. Ein geschützter Raum, in dem wir schreibend mit uns selbst in Kontakt kommen.
Falls du Lust hast, live mitzuschreiben, findest du Termin und Thema des nächsten Schreibabends hier.

